Pressemitteilung der beiden SPD-Landtagsabgeordneten für den Kreis Wesel René Schneider und Ibrahim Yetim

René Schneider
Landtagsabgeordneter für den Wahlkreis Wesel II

Die Entscheidung des Landes NRW, kein zweites Impfzentrum im Kreis Wesel zu errichten, kritisieren die beiden linksrheinischen SPD-Landtagsabgeordneten Ibrahim Yetim und René Schneider scharf.

„Es vergeht kaum ein Tag, an dem wir nicht von älteren Menschen angerufen werden, die ein wohnortnahes Impfangebot dringend benötigen“, berichten die beiden Sozialdemokraten und stellen fest: „Genau das wird es nun nicht geben.“

Dass zunächst die Bürgermeister der Wir4-Städte Moers, Kamp-Lintfort, Neukirchen-Vluyn und Rheinberg sowie später auch Landrat Ingo Brohl (CDU) diese Idee aufgegriffen und an die Landesregierung herangetragen haben, habe große Erwartungen geweckt. „Zuletzt hatte der Landrat suggeriert, durch seine guten Kontakte zur CDU-geführten Landesregierung ein Zentrum nach Moers oder Kamp-Lintfort holen zu können. Doch leider hat man in Düsseldorf nicht auf ihn gehört“, bedauern die beiden Landtagsabgeordneten.

Die SPD-Landtagsfraktion hatte zuvor bereits weitere Impfzentrum für große Flächenkreise und Städte gefordert – und eine Abfuhr von CDU und FDP erhalten. Im Kreis Wesel, wo mehr als ein Drittel der Bewohner in der Wir4-Region leben, hätte ein Impfzentrum vielen älteren und weniger mobilen Menschen eine große Last genommen.

„Denn der Weg von Vluyn, Kapellen, Rayen oder Orsoy bis zum Impfzentrum nach Wesel ist für Seniorinnen und Senioren ohne Auto und mit Bus und Bahn kaum zu schaffen. Da hätten wir uns alle sehr viel mehr Verständnis von Ministerpräsident Armin Laschet und seiner Landesregierung gewünscht“, sagen René Schneider und Ibrahim Yetim. Das Argument, es gebe hierfür zu wenig Impfstoff, zöge schon in wenigen Wochen nicht mehr: „Wenn die Landesregierung hier ihren eigenen positiven Lieferprognosen glaubt, steht bald ausreichend Impfstoff für mehr als nur ein Zentrum zur Verfügung.“

Volker Markus

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